Ulrich Lüke

Messfeier mit Ulrich Lüke

Der Emmerick-Bund e. V. lädt herzlich zur Feier der hl. Messe mit Prof. Dr. Ulrich Lüke am Sonntag, 8. Februar um 11.00 Uhr in die Kreuzkirche ein. Anlass ist der Gedenktag von Anna Katharina Emmerick, der am 9. Februar begangen wird. In der Messfeier wirft Ulrich Lüke einen besonderen Blich auf Anna Katharina Emmerick. Seine Predigt steht unter dem Thema „Lehr- und Lernstube der Gottesbegegnung“. Die Feier findet ihren Abschluss am Emmerick-Grab mit einem Fürbittgebet.

In Dülmen ist Ulrich Lüke kein Unbekannter. Seine Familie zog 1958 von Münster nach Dülmen, wo Lüke dann einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbrachte. Die Familie gehörte zur Pfarrgemeinde Heilig Kreuz. Am 10. Oktober 2004 hielt Ulrich Lüke anlässlich der Feierlichkeiten zur Seligsprechung von Anna Katharina Emmerick in Dülmen einen viel beachteten Festvortrag mit dem Titel „Zwischenstation Seligkeit? Von den Niederungen der Durchschnittlichkeit zum Olymp der Heiligkeit?“

Nach dem Abitur studierte Ulrich Lüke Biologie, Philosophie und Theologie in Münster und Regensburg und wurde im Mai 1980 im Dom zu Münster zum Priester geweiht. Er arbeitete anschließend bis 1992 als Lehrer für Biologie und Religion am Gymnasium Petrinum in Recklinghausen. In dieser Zeit promovierte er bei Johann Baptist Metz. Von 1992 bis 1998 war er als Seelsorger in der Pfarrgemeinde Greven-Gimpte tätig. Nach seiner Habilitation 1996 arbeitete Ulrich Lüke zunächst als Privatdozent an der Universität in Münster. Es folgten Stationen als Professor für Philosophie und Fundamentaltheologie in Freiburg sowie als Professor für Philosophiegeschichte und Theologische Propädeutik an der Theologischen Fakultät in Paderborn. Schließlich wurde er 2001 als Professor für Systematische Theologie und Direktor des Instituts für Katholische Theologie an die RWTH Aachen berufen. Seit seiner Emeritierung 2017 ist Ulrich Lüke als Krankenhauspfarrer im St.-Franziskus-Hospital in Münster tätig.

Ulrich Lüke steht für eine interdisziplinär geprägte Theologie, die akademische Reflexion und pastorale Praxis verbindet und zentrale Fragen von Wissenschaft, Glauben und menschlicher Existenz in den Blick nimmt. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze. Im Januar 2025 erschien im Herder Verlag sein Buch „In Gottes Hand – Glaube in Krankheit und Leid – Erfahrungen eines Krankenhauspfarrers“. 

mit Erik Potthoff und Werner Lütkenhaus

Sonntag, 15. Februar 2026, 15.00 bis 16.00 Uhr

Foto: Dietmar Rabich

mit Dr. Hans-Werner Peine in der Gedenkstätte

Samstag, 24. Januar 2026, 14.00 bis 15.00 Uhr
Samstag, 07. Februar 2026, 14.00 bis 15.00 Uhr

Geschichte der Kreuzkirche mit Erik Potthoff in der Krypta

Samstag, 24. Januar 2026, 16.00 bis 17.00 Uhr
Freitag, 06. Februar 2026,14.00 bis 16.00 Uhr
Samstag, 07. Februar 2026,10.00 bis 12.00 Uhr

Ausstellungsprojekt in Heilig Kreuz verbindet Geschichte, Kunst und Licht

Nach dem großen Erfolg der Ausstellung HEIMA[R]T im Emmerick-Jubiläumsjahr 2024 legen der Förderverein für Kunst und Kultur, der Heimatverein Dülmen und der Emmerick-Bund e. V. jetzt nach – und zwar mit einem außergewöhnlichen Projekt: Unter dem Titel „Viele Bruchstücke – ein Bild“ verwandelt sich vom 18. Januar bis 15. Februar 2026 die Heilig Kreuz Kirche gemeinsam mit der Emmerick-Gedenkstätte in einen inspirierenden Begegnungsraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Spiritualität, Licht und Leben.

Die Ausstellungmacher haben es sich zum Ziel gesetzt, die Heilig Kreuz Kirche sowie das Leben der seligen Anna Katharina Emmerick für die Menschen in Dülmen und der weiteren Umgebung – unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit – auf eine neue Art zugänglich zu machen. „Viele Bruchstücke – ein Bild“ möchte nicht nur informieren, sondern berühren. Kunst, Geschichte und Spiritualität treten hier in einen Dialog, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.

Die Kreuzkirche selbst gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten der Moderne in Westfalen und ist für sich schon ein Kunstwerk. Der berühmte Architekt Dominikus Böhm hat es verstanden, durch eine eindrucksvolle Lichtführung auf verschiedenen Ebenen der Kirche atmosphärische Glanzlichter mit theologischer Aussagekraft zu setzen. Ein Kirchenbau, in dem Licht zur Botschaft wird. Genau dieses Licht fasziniert die Künstlerin Annette Zumkley, Absolventin der Kunstakademie Münster. Sie wird eigens für die Ausstellung ein großformatiges Gemälde schaffen, das die besondere Atmosphäre des Kirchenraumes einfängt – mit Anspielungen auf das schwebende Kreuz auf dem Hochchor, die musizierenden Engel in der Verglasung an der Südseite des Chorraumes und die magische Atmosphäre der Kirche. Das Gemälde wird an der Ostwand hinter der Emmerick-Grabstätte präsentiert und verleiht dem Ort eine neue, meditative Tiefe.

Abgerundet wird der Blick auf die Kreuzkirche durch eine Fotoprojektion von Erik Potthoff, Vorsitzender des Heimatvereins. Historische Aufnahmen zeigen den Bau, Wiederaufbau und Wandel der Kirche sowie bislang unveröffentlichte Bilder des Agnetenklosters – ein visuelles Zeitfenster in die Stadtgeschichte Dülmens.

Die Emmerick-Gedenkstätte ist ein Ort des Erinnerns an die selige Anna Katharina. Zum ersten Mal überhaupt werden dort neben den Emmerick-Exponaten auch archäologische Funde, die Grabungen im Bereich des Klosters Agnetenberg zutage brachten, und zeitgenössischer Kunst präsentiert.

Die kostbaren Fundstücke aus dem Agnetenkloster – jenem Ort, an dem die selige Anna Katharina Emmerick von 1803 bis 1812 lebte – lagen bislang in den Magazinen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe verborgen. Nun erzählen sie dank des Engagements des Archäologen Dr. Hans-Werner Peine vom Alltagsleben und der Glaubenskultur vergangener Jahrhunderte. Zu den Exponaten gehören auch Teile von Andachtsbildern, die u. a. in den Werkstätten des Kartäuserklosters Weddern von Jodocus Vredis gefertigt wurden. Besonders spannend: eine Replik des Andachtsbildes der Heiligen Apollonia. Dr. Peine wird während der Ausstellung in sogenannten „Vitrinengesprächen“ lebendige Einblicke in die Ausgrabungen geben und damit ein Fenster in die Dülmener Klostergeschichte öffnen.

Einen Kontrapunkt bilden Werke des Osnabrücker Künstlers David Rauer. Seine Skulpturen aus Keramik setzen in der Gedenkstätte einen besonderen Akzent. Rauers Skulpturen spielen bewusst mit Fragmenten, Brüchen und Formen. Seine Arbeiten – mal verspielt, mal nachdenklich – bilden eine Brücke zwischen den archäologischen Fundstücken und den Emmerick-Exponaten. Besonders ins Auge fällt gleich im Eingangsbereich der Gedenkstätte eine große rote Garnspindel. Sie erinnert daran, dass Anna Katharina Emmerick gelernte Schneiderin war und nach ihrer Zeit im Kloster Kleidung für Bedürftige genäht hat. Nach der Ausstellung wird die Spindel im Ensemble „Blaupause“ im Bendix-Park ihren Platz finden.

Das Projektteam lädt herzlich zur Ausstellung ein – zu einer Entdeckungsreise zwischen Himmel und Erde, Licht und Ton, Fragment und Vollendung. Die Ausstellung wird am Sonntag, den 18.01.2026, um 14.30 Uhr eröffnet. Die allgemeinen Öffnungszeiten sind samstags von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr und sonntags von 11.45 Uhr bis 13.45 Uhr.

Fotoprojektion - Geschichte der Kreuzkirche mit Erik Potthoff in der Krypta
Samstag, 24. Januar 2026, 16.00 bis 17.00 Uhr
Freitag, 06. Februar 2026,14.00 bis 16.00 Uhr
Samstag, 07. Februar 2026,10.00 bis 12.00 Uhr

Vitrinengespräch mit Dr. Hans-Werner Peine in der Gedenkstätte
Samstag, 24. Januar 2026, 14.00 bis 15.00 Uhr
Samstag, 07. Februar 2026, 14.00 bis 15.00 Uhr

"Philosophische Vertiefung des Gemäldes" mit Annette Zumkley
Sonntag, 01. Februar 2026, 14.00 bis 15.00 Uhr

Führung mit Erik Potthoff und Werner Lütkenhaus
Sonntag, 15. Februar 2026, 15.00 bis 16.00 Uhr

Sonderöffnungszeiten auf Anfrage unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und Terminanfragen bei Dülmen- Marketing