Sterbehaus

Bis zum Tod von Abbé Lambert am 7. Februar 1821 lebte Anna Katharina Emmerick in dessen Haushalt im Haus Limberg. Sie verweigerte sich dem Wunsch von Clemens Brentano, nach Bocholt zur befreundeten Familie Diepenbrock umzuziehen, wo er hoffte, ihre Visionen von Besuchern ungestört aufzeichnen zu können.
Ihr Beichtvater Pater Limberg trug sie am 6. August 1821 auf seinen Armen in das von ihm bewohnte Haus seiner Verwandten.
Dülmener suchten Anna Katharina weiterhin auf und baten sie um ihre Fürbitten. Für die Armen nähte sie aus Stoff-resten auch noch Kleidungsstücke, als sich ihre Krankheit verschlimmerte. Im Sommer 1823 war ihr Zustand sehr schlecht. Erst im Herbst kehrte Brentano nach mehreren Wochen Abwesenheit aus Frankfurt zurück und zeichnete ihre nächtlichen Visionen vom Leiden Christi auf.
In ihren letzten Lebensmonaten konnte sie erstmals seit 1813 wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Bevor sie nach mehrtägigem Todeskampf am 9. Februar 1824 starb, versammelte sie ihre engsten Verwandten an ihrem Bett.