Haus Limberg

Am 23. Oktober 1813 verließ Anna Katharina die lärmende, drangvolle Enge des Hauses Roters und fand Unterkunft im Hinterhaus des Gastwirts Franz Limberg. Die Blutungen der Wundmale an Händen und Füßen schwanden um die Weihnachtszeit des Jahres 1818. Clemens Brentano besuchte sie erstmals im September 1818. Von 1819 bis 1824 wohnte er fast ununterbrochen im vorderen Teil des Gasthauses und zeichnete ihre Visionen auf. Für die dreiwöchige Dauer einer von der preußischen Regierung in Berlin angeordneten Untersuchung unter der Leitung des Landrats von Bönninghausen wurde Anna Katharina im August 1819 in ein anderes Haus gebracht. Manipulationen an den Wundmalen oder die Aufnahme von Nahrung konnten nicht nachgewiesen werden.