Haus Roters

Nach der Aufhebung des Klosters führte Anna Katharina seit April 1812 den Haushalt des aus Frankreich emigrierten Abbé Lambert im Haus der Witwe Roters. Dort bewohnte sie das 9 qm große Eckzimmer zur Straße. Bald erkrankte sie und wurde von ihrer Schwester Gertrud gepflegt. Seit dem 28. August 1812 zeigten sich an ihrem Körper die Wundmale Christi. Nach Bekanntwerden der von ihr verheimlichten Stigmatisation Ende des Jahres drängten sich die Besucher in ihrer Stube und Neugierige vor dem Fenster.
Eine vom Generalvikar von Droste-Vischering geführte kirchliche Kommission untersuchte Anna Katharina bis zum Juni 1813 mehrfach und ließ sie von 32 Bürgern zehn Tage überwachen. Einen Betrug schloss die Kommission danach aus, ohne zu einem end-gültigen Urteil zu gelangen.